Immobilie geerbt
Man erbt nicht nur eine Immobilie.
Manchmal erbt man Erinnerungen. Verantwortung. Entscheidungen.
Und manchmal auch unterschiedliche Vorstellungen davon, wie es weitergehen soll.
Weil es um mehr geht als nur Immobilien.
Eine geerbte Immobilie kann für Geschwister dieselbe Immobilie sein, und trotzdem für jeden etwas völlig anderes bedeuten.
Für den einen ist es das Elternhaus voller schöner Erinnerungen. Für einen anderen hängen vielleicht auch schwierige Zeiten daran. Einer möchte möglichst bald verkaufen. Ein anderer kann sich mit diesem Gedanken noch gar nicht anfreunden. Und der Dritte hat vielleicht schon ziemlich genaue Vorstellungen davon, was die Immobilie wert sein müsste.
Und manchmal geht es auch um ganz andere Fragen:
- Wer hat sich in den letzten Jahren um was gekümmert?
- Wer hat welche Kosten getragen?
- Wer hat welche Erwartungen?
- Und wer entscheidet jetzt eigentlich was?
Dass dabei nicht immer sofort Einigkeit herrscht, ist völlig normal.
Eine Erbengemeinschaft ist schließlich keine Gemeinschaft, die sich freiwillig zusammengesetzt hat.
Plötzlich müssen Menschen gemeinsam Entscheidungen treffen, obwohl sie vielleicht längst ganz unterschiedliche Leben führen.
Und wer Geschwister hat, weiß vermutlich:
„Du warst schon immer …“
Spätestens dann geht es wahrscheinlich nicht mehr ausschließlich um Quadratmeter und Kaufpreise.
Nicht jede Meinungsverschiedenheit ist gleich ein Konflikt.
Geschwister dürfen unterschiedlicher Meinung sein.
Sie dürfen diskutieren.
Sie dürfen sich auch mal auf die Nerven gehen.
Und selbstverständlich muss nicht wegen jeder kleinen Zickerei gleich eine Mediation stattfinden.
Oft helfen bereits klare Informationen, ein gemeinsamer Blick auf die Situation und ein Gespräch, bei dem jeder weiß, worüber eigentlich entschieden werden muss.
Schwieriger wird es, wenn alte Verletzungen, festgefahrene Positionen oder grundsätzliche Konflikte so stark werden, dass gemeinsame Entscheidungen rund um die Immobilie kaum noch möglich sind.
Dann sehen wir unsere Aufgabe nicht darin, möglichst schnell einen Maklerauftrag zu unterschreiben und die Immobilie online zu stellen.
Im Gegenteil.
Erst klären.
Dann verkaufen.
Denn eine Immobilie sollte nicht zum Austragungsort eines Konfliktes werden, den sie selbst gar nicht verursacht hat.
Wenn noch nicht geklärt ist, ob überhaupt verkauft werden soll, welcher Weg gemeinsam getragen werden kann oder welche Erwartungen die einzelnen Beteiligten haben, kann ein vorschneller Vermarktungsstart der Immobilie unnötig schaden.
Ein vorschneller Vermarktungsstart kann der Immobilie unnötig schaden, zum Beispiel durch:
Das alles muss nicht sein.
Bevor eine Immobilie auf den Markt kommt, sollte möglichst klar sein, dass ihre Eigentümer diesen Weg gemeinsam gehen können.
Bei uns muss nicht der Lauteste gewinnen.
Gerade bei einer Erbengemeinschaft möchten wir zunächst verstehen, wer mit am Tisch sitzt.
- Was ist jedem wichtig?
- Wo besteht bereits Einigkeit?
- Wo gibt es unterschiedliche Vorstellungen?
- Welche Fragen sind noch offen?
- Und was braucht es, damit eine gemeinsame Entscheidung möglich wird?
Manchmal ist die Sache viel unkomplizierter, als sie zunächst erscheint.
Es fehlen Informationen. Der Wert der Immobilie wird unterschiedlich eingeschätzt. Einer hat Sorge, zu günstig zu verkaufen. Ein anderer fürchtet, dass die Immobilie monatelang auf dem Markt bleibt.
Darüber kann man sprechen. Und manchmal braucht es einfach ein bisschen Zeit.
Es gibt aber auch Situationen, in denen wir merken:
Hier reicht ein normales Maklergespräch nicht mehr aus.
Auch das darf man sagen.
Gabriele Berger ist ausgebildete Mediatorin.
Das bedeutet nicht, dass wir aus jeder unterschiedlichen Meinung sofort eine Mediation machen. Aber es bedeutet, dass wir Konflikte erkennen und nicht einfach übergehen, nur weil am Ende ein Maklerauftrag stehen könnte.
Wenn eine weitergehende Klärung sinnvoll erscheint, sprechen wir das offen an.
Denn ein Maklerauftrag ist für uns nicht wichtiger als eine Entscheidung, die von den Beteiligten tatsächlich getragen werden kann.
Mehr über ImmobilienmediationUnd wenn die Entscheidung gefallen ist?
Dann darf die Immobilie wieder das sein, worum es beim Verkauf eigentlich gehen sollte:
eine Immobilie, für die der passende neue Eigentümer gesucht wird.
Dann kümmern wir uns um die Unterlagen. Wir betrachten den Wert und die aktuelle Marktsituation. Wir überlegen, wie die Immobilie positioniert werden sollte und wen wir damit ansprechen möchten.
Wir erstellen die Präsentation, organisieren die Vermarktung und führen die Besichtigungen durch. Wir sprechen mit Interessenten, geben Rückmeldungen und begleiten Verhandlungen.
Und wir halten die Mitglieder der Erbengemeinschaft über den Verlauf auf dem Laufenden.
Denn wenn mehrere Menschen gemeinsam verkaufen, braucht es aus unserer Sicht nicht weniger Kommunikation.
Sondern mehr.
Jeder sollte wissen, wo der Verkauf gerade steht, welche Rückmeldungen es gibt, welche Entscheidungen anstehen und warum wir bestimmte Schritte empfehlen.
Damit am Ende niemand sagen muss:
„Davon wusste ich überhaupt nichts.“
Sie müssen sich nicht in allem einig sein. Aber über den Verkauf sollten Sie es sein.
Wenn Sie eine Immobilie geerbt haben und über einen Verkauf nachdenken, müssen Sie bei uns nicht bereits mit einem fertigen Plan vor der Tür stehen.
Vielleicht ist innerhalb Ihrer Erbengemeinschaft längst alles geklärt. Vielleicht fehlen Ihnen nur Informationen, um gemeinsam entscheiden zu können. Vielleicht gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Vielleicht braucht einer von Ihnen noch etwas Zeit.
Und vielleicht muss tatsächlich erst etwas anderes geklärt werden, bevor ein Verkauf sinnvoll beginnen kann.
Wir müssen nicht schneller anfangen, als Sie gemeinsam entscheiden können.
Aber wenn wir anfangen, möchten wir, dass alle Beteiligten wissen:
Jetzt gehen wir diesen Weg gemeinsam.
Ehrlich.
Persönlich.
Transparent.